Mittwoch, 28. Mai 2008

Wert

«Was Menschen und Dinge wert sind, kann man erst beurteilen, wenn sie alt geworden.»
Marie von Ebner-Eschenbach

Montag, 5. Mai 2008

Sich immerfort erneuern

«Bin ich darum achtzig Jahre alt geworden, dass ich immer dasselbe denken soll? Ich strebe vielmehr täglich etwas anderes, Neues zu denken, um nicht langweilig zu werden. man muss sich immerfort verändern, erneuern, verjüngen ...»
Johann Wolfgang von Goethe

Donnerstag, 3. April 2008

Bewundern und lieben

«Ich habe immer geglaubt, mit achtzig wäre man sehr alt, aber jetzt bin ich anderer Ansicht. Es gibt Zeiten, in denen ich mich wie ein Junge fühle. Solange man imstande ist, zu bewundern und zu lieben, so lange ist man jung. Und es gibt so viel zu bewundern und zu lieben.»
Pablo Casals

Montag, 31. März 2008

Dabei

«So schönes Wetter - und ich noch dabei!»
Wilhelm Raabe

Samstag, 29. März 2008

Eine herrliche Sache

«Alt sein ist eine herrliche Sache, wenn man nicht verlernt hat, was anfangen heisst.»
Martin Buber

Mittwoch, 19. März 2008

Klarheit

«Altern heisst, sich über sich selbst klar werden und sich beschränken.»
Simone de Beauvoir

Sonntag, 16. März 2008

Entglitten

Man fährt dich zum Klo, sagt Haller in die Richtung, in die Helen weggestossen wird. Was du nicht mehr selber kannst, musst du mit dir geschehen lassen, magst es inzwischen auch. Du hast dich daran gewöhnt - die an die neuen Seifenspender, die flüssige Seife. Die andere ist dir entglitten, ist dir im Laufe der Jahre immer häufiger entschlüpft. So ist es: Die Seifen sind glitschiger als früher, die Stühle härter, das Licht greller. Und du brauchst immer länger, um zu merken, dass der Zahnpastatubendeckel nicht auf die Venensalbentube passt. An die neuen Milchtüten musst du dich nicht mehr gewöhnen. Du wüsstest nicht, wie sie aufzuschneiden, aufzustechen, aufzubeissen sind, und du bist froh, dass andere es wissen.

Aus: Schubiger, Jürg, Haller und Helen (Roman), Insbruck 2002, S. 66